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Das Konzept der LivingLinks
In der Tradition der Memtheorie von Dawkins (1976) [1] und der Ökonomie der Aufmerksamkeit (Goldhaber 1997 [2] & Franck 1998 [3]) unterliegt die Soziosphäre und somit die in den DISC zu ' Arten' zusammengefassten LivingLinks einer evolutionären Logik. Diese bestimmt mittels des gesammelten Kapitals an Aufmerksamkeit über das Leben und Sterben der einzelnen Verweise. Im Rahmen dieses Konzepts fungieren die DISC-Jockeys als 'Götter' der jeweiligen Art. Über Verbleib oder Austausch der einzelnen LivingLinks entscheiden sie alle vier bis sechs Wochen auf Basis des Interesses der Nutzer und Nutzerinnen ihrer DISC. Diese Aufmerksamkeit wird durch die Protokollierung der Zahl der Aufrufe der einzelnen LivingLinks gemessen. LivingLinks, die am seltensten aufgerufen wurden, verhungern und wandern auf den Friedhof. Hier wird der verstorbenen LivingLinks gedacht: Ihre Seiten sind zwar noch erreichbar, die Aufmerksamkeit wird aber nicht mehr erfaßt. Ihren Platz nehmen neue LivingLinks ein, die von den DISC-Jockeys aufgrund eigener Recherchen oder der Vorschläge von Nutzern und Nutzerinnen ins Leben gerufen werden. LivingLinks, die einen bestimmten Zeitraum überlebt haben, werden durch eine Spiegelung der Seite, auf die sie verweisen, geehrt. Die Inhalte bleiben dann auch nach Löschung der Originalseite noch zugänglich. Die Soziosphäre leistet damit zusätzlich einen Beitrag zur 'Archäologie des Cyberspace'.
[1] Dawkins,
Richard (1976): The Selfish Gene. Oxford: Oxford University Press |
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Ein Projekt der CNF | |||||||