CNF Logo  
 

Texte

Hier finden sie Cyberpapers, die im Umfeld der CNF enstanden sind.
Die Texte können online betrachtet werden oder als PDF gedownloaded werden.

Internetkriminalität: Daten und Diskurse, Strukturen und Konsequenzen

Michael Schetsche (2001/2004)

Die Nutzung der neuen Netzwerkmedien ist in den letzten Jahren für große Teile der Bevölkerung in den Industriestaaten zu einer Selbstverständlichkeit geworden. Die Etablierung der Netzwerkmedien als integrales Element der Alltagskommunikation hat inzwischen auch das Interesse der verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen geweckt. Im Fokus der Fachdebatten stehen dabei - zumindest in Deutschland - verschiedene Auswirkungen, die die Etablierung einer neuen, digitalen Kommunikationsordnung auf zentrale Prozesse und Strukturen der moderne Industriegesellschaften haben könnte. Bei der Berichterstattung der Massenmedien geht es hingegen weniger um die strukturellen Transformationen der Gesellschaft, als um ganz spezifische Gefahren, mit der die Nutzung der Netzwerkmedien verbunden sein könnten. Neben der Surf- oder Internetsucht (vgl. Zimmerl/Panosch 1998; Eichenberg/Ott 1999, Han/Jerusalem 2000) stehen hier insbesondere neue Formen von Kriminalität im Mittelpunkt des Interesses, Formen, die sich nicht nur der Netzwerkmedien bedienen, sondern auch in deren spezifischer Strukturlogik ihren Ausgangspunkt zu nehmen scheinen. Überraschend schnell haben staatliche Instanzen sozialer Kontrolle auf diese öffentliche Gefahrenwahrnehmung reagiert, in der die neuen Kommunikationsmöglichkeiten vorrangig als neue Verbrechensmöglichkeiten erscheinen.

weiter lesen... | PDF-Download (344 KB)


Telemediale Unterstützung der textbasierten Hochschullehre

Ein Lehr- und Lernexperiment

Michael Schetsche, Thomas Krug, Thomas Temme (2001)

Im Hinblick auf verschiedene studienpraktische Bedürfnislagen sowie unter Berücksichtigung von lerntheoretischen Erkenntnissen haben wir ein WWW-basiertes Interface entwickelt, mit dem Rezeptions- und Diskussionsprozesse initiiert, moderiert und strukturiert werden können, wie sie für die Hochschullehre gerade in den Sozial- und Geisteswissenschaften typisch sind. Die Basisversion des Programms wurde erstmals in dem von M. Schetsche durchgeführten Hauptseminar "Bausteine für die Soziologie des Cyberspace" im Wintersemester 2000/2001 an der Universität Bremen erprobt.

weiter lesen... | PDF-Download (627 KB)


Die simulierte Gesellschaft?

Christian Schlieker (2001)

Der Französische Theoretiker Baudrillard hat in den letzen Jahren immer mehr an Popularität gewonnen. Stellt man die sprachliche und gedankliche Komplexität Baudrillards Werk, der Beliebtheit Baudrillard als Referenz bei allem zu nehmen, das in irgendeiner Form Simulation oder Virtualität behandelt, gegenüber, stellt sich die Frage, ob Baudrillard ein Modetheoretiker ist, dessen sprachlich anspruchsvolles Werk als Feigenblatt genutzt wird um eigene inhaltliche Leere zu verbergen. Droht Baudrillard zum Luhmann des 21. Jahrhunderts zu werden? Oft zitiert, doch selten verstanden. Statt Allgemeinplätzen wie "Reduktion von Komplexität" nun das "Verschwinden der Realität"? Deshalb wird Baudrillards Theorie der Simulation mit Hilfe eines deskriptiven Schemas analysiert. Ziel ist es dabei die Theorie auf ihren Gehalt und ihre Erklärungskraft hin zu untersuchen. Ein weiteres Vorhaben dieser Arbeit ist, die Vorgehensweise, eine Theorie mit Hilfe eines deskriptiven Schemas zu betrachten, einer Reflexion zu unterziehen.

weiter lesen... | PDF-Download (206 KB)


Neues Cyberpaper: Riders on the Infostorm: Suchprozesse im Cyberspace

Kai Lehmann (2001)

Wohl kein anderes Medium wird und wurde dermaßen durch Metaphern strapaziert, wie der Cyberspace. Mit einem bunten Bilderreigen präsentiert sich das Internet in Sachen Wissensgesellschaft entweder als Informationsflut, Generator von Datenmüll und Infosmog, oder als Wissensspeicher und globales Gehirn. Auf der einen Seite stürzen Informationen ungeordnet und willkürlich und ohne unser Zutun auf uns ein. Am anderen Ende des Spektrums wartet eine wohlgeordnete Bibliothek, die für die Nutzerin das momentan aktuelle Weltwissen parat hält – vorausgesetzt sie beherrschen die Benutzerregeln.
Die auch weiterhin deutungsmächtigen Massenmedien unterstellen dem Datenreisenden auf seiner Tour durch das Netz bedeutungsschwangere Tätigkeiten, um auf den digitalen Wellen der Informationen zu reiten. Vom Surfen, Browsen und Navigieren ist die Rede. Ein scheinbar risikoreicher Sport ohne weitreichendes Wissen über das umgebende Mare incognita. Verschiedenste (Aufmerksamkeits-) Lotsen kommen da zur Hilfe und führen durch den Cyberspace, nehmen den User an die Hand und verweisen scheinbar auf das Wahre im Falschen. Im Netz ist, wer etwas wissen will - oder wissen muss, da mit der ansteigenden Schnelllebigkeit von Informationen auch der Druck zur Aktualisierung des eigenen Wissens steigt. Handlung trifft hier auf Struktur und generiert Kilobytes schwere Ergebnisse, Trefferlisten genannt, des scheinbar Gesuchten. Im Folgenden sollen Verweiskonzepte des Cyberspace und der Umgang der Nutzer mit diesen neuen Wissensvorräten phänomenologisch und analytisch beleuchtet werden.

weiter lesen... | PDF-Download (891 KB)


Neue Meinungsfreiheit - Beseitigung materieller, politischer und nationaler Schranken

Thomas Krug (1999)

Eine freie Meinung darf jeder haben, hat jeder - ‚die Gedanken sind frei' - und jeder kann auch seine freien Gedanken äußern, doch haben diese freien Gedanken noch nichts mit Meinungsfreiheit zu tun. Gedanken und deren Äußerung treten erst dann in den Bereich der Meinungsfreiheit ein, wenn sie vor Rezipienten ausgesprochen oder in Kommunikationszusammenhänge gebracht werden, wenn sie also in die Öffentlichkeit kommen. Damit kommt der Meinungsfreiheit eine vermittelnde Position zwischen individuellen Gedanken und der öffentlichen Meinung zu, oder anders ausgedrückt, ein zunächst individueller Gedanke kann über den Weg der freien Meinungsäußerung in die öffentliche Meinung einfließen. Des weiteren stellt der Begriff der Meinungsfreiheit eine Seite im Spannungsverhältnis zwischen Freiheit und Unfreiheit dar, ist also nur im Verhältnis zu seiner Negation, der Zensur zu verstehen. Nun kann man sagen, daß in demokratischen Gesellschaften sich die öffentliche Meinung tendenziell aus den freien Meinungsäußerungen aller Mitglieder herstellt, somit Meinungsfreiheit für ihr Mitglieder herrscht, wogegen in diktatorischen Gesellschaften meist eine zensierte Meinung die öffentliche prägt. Der vorliegende Text möchte sich ausschließlich mit Meinungsfreiheit auseinandersetzen und erkunden, welche Wirkung die neuen Netzwerkmedien, mit ihren neuen Formen der Meinungsäußerung, auf die demokratische Öffentlichkeit hat. Diese Frage wird ganz bewußt vor Überlegungen bezüglich eventueller Reglementierungen der Meinungsfreiheit in Internet gestellt, um zunächst auszuloten welche Relevanz die neue Meinungsfreiheit im Internet für ein demokratische System besitzt, bzw. wie diese Meinungsfreiheit auf die Öffentlichkeit einwirkt.

weiter lesen... | PDF-Download (252KB)


Hilfe und Selbsthilfe im Internet

Kai Lehmann (1999)

Die vorliegende Hausarbeit will sich aus soziologischer und sozialpsychologischer Perspektive einer wenig beachteten Nutzungsweise des Neuen Mediums Internet widmen: Der Selbsthilfe und Hilfe im Internet. Dazu wird es im folgenden eine Hinführung zum Thema geben: Warum sollten sich Soziologen mit dem Internet beschäftigen? Was ist unter Hilfe und Selbsthilfe zu verstehen? Anschließend wird die Selbsthilfe in ihren Erscheinungsformen und Nutzungsarten näher betrachtet. Anhand der dort eingebrachten Kriterien wird in der zweiten Hälfte der Hausarbeit dazu abgrenzend die Hilfe im Internet beleuchtet. Dem Internet und seiner schnellen Entwicklung entsprechend, gibt es nur wenig wissenschaftliches Material in klassischer Form (Monographien, Zeitschriftenaufsätze). Etliche Hinweise auf Dynamiken und Strukturen sind oft nur virtuellen Texten, Erfahrungsberichten oder persönlicher Kommunikation zu entnehmen. Elektronische Texte werden entsprechend in dem Literanhang mit WWW-Adresse und Zeitpunkt des Zugriffes angegeben. Wegen der dünnen Materialdecke besitzen dementsprechend viele Teile der Arbeit Hypothesencharakter und bedürfen einer empirischen Überprüfung.

weiter lesen... | PDF-Download (326KB)


Internet und Demokratie

Helga Böhm & Vera Hertewich (1997)

Inwiefern besteht die Möglichkeit, die Gesellschaft infolge der Expansion elektronischer Netze zu demokratisieren? Was ist unter dem Schlagwort "elektronische Demokratie" zu verstehen? Was bedeutet in diesem Zusammenhang der Begriff der "Informationsgesellschaft"? Kurzum: Warum beschäftigen wir uns mit dem Thema "Demokratie und Internet"? Wir beginnen unsere Untersuchungen mit demokratietheoretischen Überlegungen, die sich im Zusammenhang mit elektronischen Netzen ergeben. Im zweiten Teil fragen wir nach möglichen Vor- und Nachteilen einer "elektronischen Demokratie", um uns im dritten Abschnitt konkret mit einem Fallbeispiel zu beschäftigen, das hinsichtlich direktdemokratischer Praxis im und über das Netz interessant ist. Aus dieser Bestandsaufnahme heraus werden wir unsere abschließende Beurteilung dessen treffen, ob und in welcher Hinsicht eine Gesellschaft mit Hilfe des Netzes demokratisiert werden könnte.

weiter lesen... | PDF-Download (286 KB)


zum Seitenbeginn

cyberpapers@creative-network-factory.de