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Hypertext Indexierungssystem (HIS)

Zitationsprobleme bei Onlinedokumenten:

Die korrekte Zitierweise von Quellen aus dem Internet steht noch immer nicht auf einer klar geregelten, allgemein anerkannten Basis. Möchte man Internetquellen innerhalb einer wissenschaftlichen Publikation verwenden, so ist die Form der Quellenangaben mehr oder weniger Phantasiesache. Aus der Position des Zitierenden einer Onlinequelle ergibt sich die Schwierigkeit, einen definitiven Quellenverweis liefern zu müssen, welcher sich in seiner Genauigkeit und Verlässlichkeit an papierbasierten Publikationsquellen orientiert. Diese Anforderungen dienen dazu, eine Quelle sicher identifizieren und bei Bedarf reproduzieren zu können. Bei Büchern beispielsweise wird die Reproduzierbarkeit durch die Archivierung in Bibliotheken gesichert. Die Nachprüfung einer Quellenangabe kann damit problemlos geschehen. Bei Onlinequellen ist eine genaue und andauernde Reproduzierbarkeit durch einige, dem Medium innewohnenden Wesenhaftigkeiten nicht definitiv möglich. Eine Internetquelle gehorcht eben nicht mehr so festen Regeln wie sie eine Druckmaschine einem Blatt Papier aufzwängt. So kann es bei Onlinepublikationen zu Unbeständigkeiten in der Lokation der Quelle kommen: Texte können z.B. von anderen Online-Diensten angeboten werden oder der Informationsanbieter kann sein Angebot so umstrukturieren, dass vormals gültige Quellenverweise nicht mehr auf das korrekte Quellenziel zeigen. Eine weitere Unbeständigkeit bildet die Möglichkeit die Inhalte einer Onlinepublikation auch nach ihrer Veröffentlichung noch zu verändern. Damit wird die Angabe eines Veröffentlichungsdatum in punkto Genauigkeit der Reproduzierbarkeit zur Farce.

Lösungsansätze für die Zitation von Onlinequellen ISO 690-2:

Einen sehr ambitionierten Versuch, dem Problem der Zitation von Internetquellen ein Ende zu setzten unternahm die International Standart Organisation 1997 mit dem ISO-Standart 690-2. Der Standart gibt die einzelnen notwendigen Elemente sowie deren Reihenfolge vor. Für eine Monografie ergibt dies folgende notwendigen Angaben:

  • Primär Verantwortlicher für die Publikation (notwendige Angabe)
  • Titel (notwendige Angabe)
  • Medientyp (notwendige Angabe)
  • Weiter Verantwortliche (optional)
  • Angaben zur Ausgabe (notwendige Angabe)
  • Ort der Publikation (notwendige Angabe)
  • Autor (notwendige Angabe)
  • Datum der Publikation (notwendige Angabe)
  • Datum von Veränderungen an der Publikation (notwendige Angabe)
  • Datum der Zitation (notwendige Angabe bei Onlinepublikationen)
  • Serie (optional)
  • Bemerkungen (optional)
  • Erreichbarkeit und Zugang (notwendige Angabe bei Onlinepublikationen)
  • Standart Nummer (notwendige Angabe)

Der Mangel dieses ISO-Standards besteht in der fehlenden Möglichkeit, einen Bezug auf eingeschränkte Bereiche einer Publikation herzustellen. Bei Bezugnahmen auf Buchpublikationen geschieht dies durch die Angabe der Seitenzahl. Die Lösung dieses Problems kann durch die Verwendung des Hypertext Indexierungssystem (HIS) geschehen.

Hypertext Indexierungssystem (HIS)

Der HIS-Standard wurde von Mitgliedern Creative-Nework-Factory (CNF) entwickelt und ermöglicht es, Internetquellen gemäß der Kriterien Eindeutigkeit und Auffindbarkeit wissenschaftlich korrekt zu zitieren.
Dazu müssen Hypertexte lediglich vier einfachen Anforderungen genügen:

  1. Um die Einheitlichkeit in Bezug auf Eindeutigkeit und Auffindbarkeit von Texten besser zu gewährleisten, sollten diese in einem einzigen HTML-Dokument angelegen sein. Eine Gliederung am Textbeginn mit einer Anker-Navigation kann das Navigieren in längeren Texten erleichtern.
  2. Jeder einzelne Seite (Page) enthält im Fuß des Textes eine Quellenangabe, die folgende Informationen enthält: Name des Autors, Titel des Dokuments, URL des Dokuments und Erstellungsdatum, sowie eine Versionskennzeichnung und dem Datum der evtl. letzten Änderung. Nach Möglichkeit wird auch eine Emailadresse des Autors angegeben. Mit diesen Angaben werden die Internet-Quellen in Literaturverzeichnissen nachgewiesen. Der Fuß enthält außerdem den Hinweis "Dieses Dokument ist nach dem Hypertext-Indexierungssystem (HIS) bearbeitet" mit einem Link zu dessen Anforderungen (also zu dieser Internetseite).
  3. Vor jeden Absatz des Textes wird in eckige Klammern eine fortlaufende Absatznummer gesetzt. Bei direkten wie indirekten Zitaten kann so auf einzelne Absätze des Dokumentes verwiesen werden. Beispiel: (Schetsche 1997, Abs. 3). Einzelne Absätze sind so auch mit dem Suchbefehl unmittelbar zu finden.
  4. Um bei Verweisen aus anderen Hypertextdokumenten mittels Link unmittelbar zum angesprochenen Absatz springen zu können, sind die Absatznummern mit internen Ankern versehen, deren Name mit der Absatznummer identisch ist. (Beispiel: <A NAME="3">[3]</A>) Die Angabe Schetsche 1997, Abs. 3 , führt dadurch unmittelbar zum dritten Absatz des entsprechenden Dokuments.

Sollten Sie Beispiele für Textdokumente suchen, die mit dem Hypertext Indexierungssystem (HIS) formatiert worden sind, dann sollten Sie sich die wissenschaftlichen Texte auf dieser Internetseite anschauen. Alle Texte, die auf Cyperpapers veröffentlicht werden, sind mit dem HIS-Standart konform.

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